10 Gründe für GRÜNE in Pullach

Gerne können Sie unsere Broschüre herunter laden, die wir für die Kommunalwahl erstellt und in Pullach verteilt haben. Bildschirmfoto 2015-05-17 um 15.07.37

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1. Klimaschutz

  • Für den planbaren Vollausbau des Geothermie-Netzes: Es sollen sich möglichst alle Haushalte und Betriebe an diese umweltfreundliche Energie anschließen können und schon jetzt wissen, in welchem der kommenden Jahre das Fernwärmenetz in ihre Straße  kommt.  Den Wärmepreis wollen wir niedriger gestalten als den für konventionelle Heizungen.
  • Für die Übernahme des Strom- und des Gasnetzes: Die Übernahme in kommunale Verantwortung, damit die Gemeinde die Energiepolitik im Ort auch bei Strom und Gas selbst in die Hand nehmen kann. Die Übernahme des Stromnetzes wird auf unser Betreiben vorbereitet.
  • Für die Ausweitung des gemeindlichen Energiesparförderprogramms: Durch zusätzliche Mittel, mehr Beratung und weitere Fördermöglichkeiten. Auch die Gemeinde muss für ihre eigenen Gebäude den Energiebedarf zügig optimieren.
  • Für den Bau weiterer Bürgersolaranlagen auf kommunalen Dächern und für eigene gemeindliche Anlagen: So kann sauberer Strom dezentral erzeugt werden.
  • Für die Umstellung auf sparsame und alternative Antriebstechnologien des gemeindlichen Fuhrparks: Für einige gemeindliche Fahrzeuge eignet sich auch ein Elektroantrieb.

2. Bessere Verkehrspolitik

  • Für die Beruhigung des Autoverkehrs: Tempo 30-, „Rechts vor Links“- und Tempo 40-Bereichen. Mit dem in der Bürgerbefragung favorisierten Konzept konnte bereits einiges erreicht werden. Es sollten Fußgänger- und Radlerzonen, bremsende Markierungen und „shared space“-Bereiche hinzukommen. Außerdem wollen wir ein Car-Sharing-Angebot, u.a. mit einem Elektrofahrzeug, nach Pullach holen.
  • Für eine fahrradfreundliche Gemeinde: Das bedeutet mehr Radlständer an S-Bahnhöfen, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und im Bereich der Geschäfte. Wir wollen die Qualität der Radwege (Oberfläche, rote Markierung, Beleuchtung, Wegweisung) verbessern, Gefahrenpunkte beseitigen und das Radwegenetz ausbauen. Den Radweg auf der Isartalbahntrasse wollen wir von München bis zum Großhesseloher S-Bahnhof fortsetzen, den Zugang zum Radwegenetz des Forstenrieder Parks verbessern, den Bahnübergang an der Parkstraße reaktivieren und weitere Einbahnstraßen für Radlfahrer öffnen.
  • Für einen attraktiven Öffentlichen Nahverkehr mit einer zuverlässigen S-Bahn. Sie muss durch ein verbessertes Busangebot und ein Anruf-Sammel-Taxi ergänzt werden. Wir wollen erreichen, dass die S-Bahn länger und auch am Abend alle 20 Minuten fährt, der S-Bahn-Südring ausgebaut und das Projekt der Stadt-Umland-Bahn vorangetrieben wird.
  • Kein Autobahn-Südring: Der Bau des Autobahn-Südrings, der die Landschaft unwiederbringlich zerstören würde, ist zwar momentan gestoppt, er muss aber dauerhaft ad acta  gelegt werden. Wir GRÜNE haben uns auf allen politischen Ebenen dafür eingesetzt, die Zerstörung wertvoller Natur- und Erholungsflächen, die mit dem Bau der Autobahn verbunden wäre, zu verhindern und werden dies auch weiterhin tun.

3. Vorausschauende Ortsentwicklung

  • Für den Erhalt der letzten Freiflächen: Eine weitere Ausdehnung der Industrie- und  Gewerbeflächen ins Landschaftsschutzgebiet Isartal und die angrenzenden Waldflächen darf es nicht geben.
  • Für ein tragfähiges Konzept der künftigen Nutzung des BND-Geländes. Dieses Konzept wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung entwickeln.Eckpunkte eines
  • Konzepts sollten sein: maßvolle Bebauung mit Schutz des Baumbestands, Sicherung von Flächen für Sport, Spiel und sozialer Infrastruktur, Erhalt der Gebäude und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Auf dem BND-Gelände können Räume für Kulturscha ffende, für die Jugend und für die Bildung geschaffen und Wohnprojekte, die sich auch Normalverdiener leisten können, verwirklicht werden.
  • Für ein modernes Schwimmbad: Bevor die Dimension und der Standort dieses wichtigen Projekts entschieden wird, müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Schwimmvereine und der Schulen erfragt werden.
  • Für ausreichende Flächen für Handwerksbetriebe: Der nördliche Teil des Brunner-Geländes am alten Staatsbahnhof Großhesselohe eignet sich für einen Handwerkerhof. Im südlichen Bereich wollen wir das denkmalgeschützte Bahnhofsareal wiederherstellen und ein maßvolle Erweiterung zulassen.
  • Für die Fortsetzung des von uns beantragten, wissenschaftlich gestützten Mobilfunkkonzepts, um die Strahlenbelastung in der Nähe der Wohngebiete so niedrig wie möglich zu halten.
  • Für einen lebendigen Ortskern: Mit einem vielfältigen Angebot an kleineren Geschäften, Betrieben und Dienstleistern sowie einem größeren Angebot, vor allem an Bioprodukten auf dem Wochenmarkt. Überfällig ist ein ö ffentlicher Planungsprozess für das Gelände am Pullacher Bahnhof und das „Herzog“-Grundstück an der Bahnhofstraße. Hier könnten Einkaufsmöglichkeiten, Räume für Kultur und Bildung sowie ein neuer Jugendtreff entstehen.

4. Umwelt- und Naturschutz

  • Für den Schutz des Baumbestands: Insbesondere die letzten alten Buchen müssen unter besonderen Schutz gestellt werden. Die Baumschutzverordnung, deren Vollzug bereits sehr großzügig ist, wollen wir beibehalten.
  • Für ein Pflegekonzept für die Naherholungsflächen und die naturnahe Gestaltung der  öffentlichen Grünanlagen, die Entwicklung eines Natur-Lehr-Pfades und denBau einer Fußgängerbrücke über die Isar beim Pullacher Wehr.
  • Für eine ökologisch ausgerichtete Bauleitplanung: Wir wollen ökologische Kriterien in die Bebauungspläne einarbeiten, die ohnehin überarbeitet werden müssen.
  • Für die Änderung der Stellplatzsatzung: Die Vorgabe der Gemeinde, mehr Stellplätze als bislang gesetzlich vorgeschrieben zu verlangen, führt nicht nur zur Verteuerung der Baukosten, sondern auch zu unnötiger Flächenversiegelung.
  • Für alltäglichen Umweltschutz der Gemeinde nach dem Motto „global denken – lokal handeln“: Beim Einkauf auf umweltfreundliche Produkte und Produkte aus fairem Handel achten, bei Baumaßnahmen natürliche Baumaterialen verwenden, Verzicht auf PVC, Tropenholz, etc., Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, schon der Gesundheit wegen.

5. Familienfreundlichkeit

  • Für gute Entwicklungschancen der Kinder und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Wir wollen, dass für jedes Kind unter drei Jahren, deren Eltern die Betreuung wünschen, ein Krippenplatz oder ein Platz bei einer ausgebildeten Tagesmutter zur Verfügung steht. Für jedes Kind muss ein Kindergartenplatz, auch mit längeren Öffnungszeiten, vorhanden sein. Die Betreuungszeiten und die Möglichkeiten, zwischen Angeboten wechseln zu können, müssen flexibler gestaltet werden. Der Hort braucht weitere Gruppen und die Mittagsbetreuung bessere Rahmenbedingungen.
  • Für mehr bezahlbaren Wohnraum: Mit der Fortentwicklung des sozial gestützten Wohnungsbaus und mit einem genossenschaftlich organisierten Projekt. Pullach sollte sich außerdem der Münchner Mietpreisbremse anschließen.

6.Angebote für junge Menschen

  • Für die Ausweitung der Angebote des Jugendzentrums: Mit zusätzlichem Personal können die Öffnungszeiten ausgeweitet und zusätzliche, auch selbst erwaltete Aktivitäten stattfinden. Noch immer fehlen Bandübungsräume und nichtkommerzielle Treffpunkte. Bei den Planungen für das BNDGelände müssen auch Aktionsbereiche für die Jugend vorgesehen werden.
  • Für die Wiederbelebung des lange Jahre erfolgreichen Jugendparlaments, einer wichtigen Interessenvertretung für alle Jugendlichen.
  • Für die Ausweitung der Jugendsozialarbeit in allen Schulen, für spezielle Unterstützungsangebote für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und für mehr Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit Hausaufgabenhilfen und Sprachförderung.
  • Für günstige Appartements oder Wohngemeinschaften für unsere Pullacher Auszubildenden und Studenten, die sonst von ihrem Heimatort wegziehen müssen.

7. Belange der Älteren

  • Für die Möglichkeit, dass ältere Bürgerinnen und Bürger, so lange und so selbstständig wie möglich in der eigenen Wohnung leben können; Dazu muss die Gemeinde Organisationen wie den Fahrdienst der Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern der Diakonie und den Pflegedienst der Caritas tatkräftig und finanziell unterstützen, damit diese Arbeit aufrechterhalten und ausgeweitet werden kann.
  • Für konsequentes barrierefreies Bauen bei öffentlichen und privaten Gebäuden sowie Unterstützung bei der nachträglichen Umgestaltung von Wohnungen. Dies ist wichtige Voraussetzung für Mobilität im Alter und bei einer Behinderung.

8. Bildungsangebote

  • Für Zuschüsse an die Musikschule und die Volkshochschule (vhs), mit denen diese wichtigen Institutionen ihr Angebot an den jeweiligen Bedarf anpassen können, ein eigenes Haus für die vhs und mehr Umweltbildung.
  • Für ein Gesamtkonzept für den Ausbau der Grundschule, weitere Hortplätze und die Raumsituation von vhs, Musikschule und Mittagsbetreuung.

9. Pullacher soziale Hilfen

  • Für einkommensorientierte Mieten bei den gemeindlichen Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft: Menschen mit kleinen Renten bzw. Pensionen, können sich das Mietniveau zum Teil nicht mehr leisten, auch wenn sie schon lange dort wohnen.
  • Für regelmäßige Weihnachtsbeihilfen an ALG II-Empfänger, Sozialhilfe- und Grundsicherungsberechtigte sowie Flüchtlinge, Beihilfen für die Schulausstattung der Kinder und für eine dauerhafte Unterstützung des „Isartaler Tischs“.
  • Für die Aufnahme von Flüchtlingen in der Gemeinde und Hilfestellungen durch einen Helferkreis, wie er schon in anderen Gemeinden existiert.

10. Mehr Demokratie

  • Für mehr Transparenz bei kommunalen Entscheidungen und Abläufen der kommunalen Gesellschaften und für ein aktives und umfassendes Bereitstellen von Informationen im Internet und auf konkrete Anfragen hin. Außerdem sollte ein Konzept für freies Internet an den öffentlichen Plätzen entwickelt werden.
  • Für ein stärkeres Einbinden der Bevölkerung in die verschiedenen Entscheidungs- und Planungsprozesse: Wir wollen mehr Gewicht für die örtliche Agenda 21-Gruppen und einen Leitbildprozess für die Gemeinde in Gang setzen.
  • Für den Ausbau der gemeindlichen Partnerschaften mit Pauillac und Barischiwka/Beresan.
  • Für ein weiterhin hohes Niveau des Bürgerhauses und die Förderung weiterer kultureller Angebote.
  • Für eine Dokumentation über Pullachs Geschichte und die Ereignisse zwischen 1933 und 1945 und einen angemessenen Rahmen für das Gedenken und die Erinnerungskultur, insbesondere im Hinblick auf die ehemalige Stabsleitersiedlung „Am Sonnenwinkel“ (heute BND-Gelände). Die Pullacher NS-Zeit ist trotz der vielen Aktivitäten des Geschichtsforums bisher nur lückenhaft dokumentiert. Das Zeitzeugenprojekt muss dringend fortgesetzt werden. Erforderlich sind weitere Nachforschungen zu den Schicksalen der früheren jüdischen Mitbürger, der Zwangsarbeiter und zu Menschen, die Widerstand geleistet haben. Diese Arbeit geschieht in der Verantwortung für die Zukunft.

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